Einbau einer Beleuchtung in die Gestängestrecken

Seit der Ausweitung des Führungsbereichs auf alle vier Radstuben des Roederschen Systems waren die Gestängestrecken von der oberen und der unteren Kunstradstube für die Besucher einsehbar, aber mangels Ausleuchtung unsichtbar. In Absprache mit dem Museum installierten wir dort 2005 eine Beleuchtung durch Halogenstrahler samt Kabeln zur Verteilerstation. Der elektrische Anschluß wurde von einer Fachfirma abgeschlossen; sämtliche Kosten wurden vom Verein übernommen.

Bild: Familie Dützer
In diese Gestängestrecken des Serinissimorum Schachtes wurde durch unseren Förderverein eine Beleuchtungsanlage eingebaut. Bild: Familie Dützer

2005: LHD-Technik

In der langen Geschichte des Rammelsberger Erzbergbaus gab es viele
verschiedene Förder- und Transporttechniken, bis es schließlich zur dieselgetriebenen gummibereiften Load-, Haul- and Dump-Technik (Laden Transportieren-Abkippen) kam, die heute in fast allen modernen Bergwer-
ken der Welt Standard ist.


    Restaurierung des Grubenmodells von 1932

    1932 wurde ein dreidimensionales Drahtmodell der damals bekannten Lagerstätte mit allen Strecken, Schächten und Tagesanlagen angefertigt. Dieses Modell beeindruckt durch seine Detaillierung und stellt gleichzeitig eine perfekte Wiedergabe des Grubengebäudes vor der Umgestaltung im Rahmen des Rammelsbergprojektes der Nationalsozialisten dar. In den frühen Jahren des Museumsbetriebes wurde dieses Modell im Kesselhaus der Tagesanlage eingelagert. Im Jahr 2005 bat man uns, eine denkmalgerechte Säuberung und Reparatur von kleineren Schäden durchzuführen. Diese umfaßte das Einkleben abgefallener Beschriftungsfolien, Fixierung gelöster Elemente und kleinere farbliche Ausbesserungen. Ein Bericht zur Restaurierung wurde angefertigt und dem Museum übergeben. Mit der Aufstellung neben dem Modell des Kanekuhler Kehrrades in der Mannschaftskaue konnte das Projekt 2005 erfolgreich abgeschlossen werden.

    2004: Diesellok Ruhrthaler G42

    In der langen Geschichte des Rammelsberger Erzbergbaus gab es viele verschiedene Förder- und Transporttechniken. In den ersten Jahrhunderten
    sind sowohl in der Horizontal- als auch in der Vertikalförderung geflochtene
    Körbe verwendet worden.

    Spätestens im 16. Jahrhundert kamen sogenannte Spurnagelhunte auf. Diese vierrädrigen Förderwagen hatten zwischen ihren beiden Vorderrädern den namengebenden Spurnagel, einen kräftigen Stift. Er fasste in eine Längsnut zwischen den Laufbohlen und hielt den Förderwagen dadurch in der Spur. Damit war die erste gleisgebundene Fördertechnik erfunden. Im 18. Jahrhundert wurden viele Experimente mit der Spurführung von Förderwagen angestellt. Über die Zwischenform Holzschienen und später Eisenschienen mit L-förmigem Profil, jeweils mit Holzschwellen, bewegte sich die Entwicklung schließlich Ende des 18. Jahrhunderts in Richtung der heute üblichen Schienenprofile.

    Förderverein Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg – Jahresgabe 2004 Umschlag


      Schmiedevorführung zum Lichterfest 2004

      Da sich einige unserer jüngeren Mitarbeiter Kenntnisse in der Arbeit mit Hammer und Amboß angeeignet hatten, lag es nahe, die Rammelsberger Schmiedeesse wieder für Ihren ursprünglichen Zweck anzuheizen und den Besuchern eine weitere Facette bergmännischer Arbeit zu demonstrieren.

      Ein Schmied vor der Esse. Bild: Familie Dützer

      Ein Vereinsmitglied beim Schmieden (Lichterfest 2004). Bild: Familie Dützer

      Instandsetzung des FMA Pokorny-Dieselkompressors

      Im laufenden Betrieb des Erzbergwerks wurde in der Schiefermühle unter anderem dieser FMA-Dieselkompressor eingesetzt. Nach der Übergabe an das Museum stand das Gerät längere Zeit ungeschützt im Freien. Von den Fördervereinsmitarbeitern wurde der durchgerostete Dieseltank abgedichtet und ein neuer Auspufftopf angefertigt. Nach weiteren Wartungsarbeiten konnte der Kompressor am 03.12.2004 wieder in Betrieb genommen werden.

      Mitglieder unserer Arbeitsgruppe beim Aufarbeiten des Kompressors Bild: Familie Dützer

      Pokorny Dieselkompressor vor der ehem. Werkstatt unseres Vereins. Bild: Familie Dützer

      Unterschriftensammlung zum Erhalt des Herzberger Teiches

      Organisation und Durchführung einer Unterschriftensammlung zum Erhalt des Herzberger Teichs (gemeinsam mit dem Schwimmclub Hellas)

      Mit dem Ende des Bergbaus in Goslar war auch der Herzberger Teich bedeutungslos geworden. Ebenfalls wie die restlichen Tagesanlagen der Grube sollte auch diese Relikt verschwinden. Zusammen mit dem Schwimmklub Hellas organisierte unser Förderverein eine Unterschriftenaktion. Das Ergebnis dieser Unterschriftenaktion ist, dass Sie noch heute um den romantisch gelegenen Teich spazieren oder darin schwimmen können.

      http://www.sc-hellas.de